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Zu meiner Person:

Geboren in Düsseldorf, aufgewachsen in Mönchengladbach, habe ich mein erstes Studium, Objekt-Design, in Krefeld absolviert. Objekt-Design beschäftigt sich mit individuellen Problemlösungen im Dreidimsionalen. Das bedeutet, wir haben uns mit dem Ladenausbau, der Messestandgestaltung genau so auseinander gesetzt, wie mit dem individuellen Gestalten von Spielzeug für Menschen mit Behinderung.
Nach dem Studium (als Diplomarbeit habe ich das Bühnen- und Kostümbild  für ein  Kindertheaterstück entworfen) habe ich mit mehreren Studienkollegen einen Design-Schauraum auf der Brüsseler Straße in Köln eröffnet. Wir waren mit unseren Sachen regelmäßig auf der Kölner Möbelmesse sowie bei den Passagen dabei. Außerdem haben wir eigene Ausstellungen organisiert. Nach einer Ausstattungsassistenz bei den Bühnen Düsseldorf habe ich dann für 18 Monate ein Volontariat im Szenenbild beim WDR für abgeleistet. Danach war ich dann für über 20 Jahre freiberuflich hauptsächlich für den WDR tätig, insbesondere in der Wissenschaftsredaktion.

Mit der Geburt unserer zwei Söhne fügte sich das Leben ineinander aus freier Mitarbeit beim WDR, anderen Design Tätigkeiten, Kinder großziehen, und das mit allem, was dazu gehört, wie Mitarbeit in den entsprechenden Gremien im Kinderladen, Hort und Schule. Den genauen Zeitpunkt kann ich nicht festmachen, aber irgendwann stimmte das Verhältnis nicht mehr, die Arbeit wurde eher unkreativ, die Zufriedenheit bleib aus. Das Arbeitsfeld des Szenenbildners hatte sich verschoben, Kreativität stand nicht mehr im Vordergrund.

So machte ich mich auf die Suche nach einer neuen Arbeitsmöglichkeit und bin auf die Kunsttherapie gestoßen. Dass, was das Fernsehen mit Bildern manipuliert, wird da von der anderen Seite betrachtet, nämlich unter der Fragestellung, wie kommt es genau zu diesem Bild? Was sind die Voraussetzungen, dass dieses Bild jetzt genau so entstanden ist. Es hat mich fasziniert, zu sehen, dass wir uns in jeder Gestaltung immer selbst begegnen. Indem wir ein Bild malen, oder auch etwas anderes gestalten, zeigen wir uns, und zwar sehr direkt und ursprünglich. Und genau da setzt die Kunsttherapie an und bietet durch kreative Techniken die Möglichkeit, etwas umzugestalten, wenigstens im Bild einen ersten Schritt in eine andere Richtung gehen und dann zu merken, dass Veränderung möglich ist.
Die Praktika, die ich im Laufe meines Studiums abgeleistet habe, haben mir unterschiedlichste Arbeitsfelder der Kunsttherapie aufgezeigt, von Schule über Klinik bis hin zur Justizvollzugsanstalt.
Ich habe mein Studium der Kunsttherapie 2015 mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit den Wirkfaktoren von Kunsttherapie auseinandergesetzt, wie sie aus Sicht der inhaftierten Frauen der JVA Köln wahrgenommen wurden. Seither arbeite ich mit inhaftierten Frauen, ich begleite in der JVA Willich eine kleine Gruppe von Frauen im künstlerischem Tun mit therapuetischem Hintergrund. Seit drei Jahren arbeite ich auch als Kunsttherapeutin in eienr Tagesklinik in Köln, außerdem gebe ich workshops für vershiedene Gruppen, unter anderem für traumatisierte Frauen.

Die Kunsttherapie ist ein toller Beruf, der mich immer wieder fordert und täglich bestärkt, dass meine Entscheidung, mit Ende vierzig nochmals etwas ganz Neues zu studieren, genau richtig war.